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A Politiker werd gimpft - des macht eahm dann immun; immun gegn Gesetze konn er lassn oder tun,
wos er wui - und man woaß, er wui ois, wos er kriagt. Es is wurscht, ob er klaut, ob er bscheisst oder liagt.
Sei Gehoit, des hoaßt Diät - des hört sich noch Hungern o. Des erhöht er wia er’s braucht, koa Sau hindert eahm dro.
Und wer so wenig verdient, der muaß schaun, wo er bleibt. Er fliagt gratis um die Welt und dann frisst er, bis er speibt.
Er hod a Köchin, an Chaffeur und a Putzfrau hod er aa. Seine Redn lasst er schreibn - is doch sowieso blabla.
Und vierundzwanzig Bodyguards kreisn eahm stets ei. Wenn er ned so fett waar, glangadn aa drei.
Bei die großn Wirtschaftsbosse geht er aufn Strich. Für a kloane Spende widerspricht er ihnen nicht.
Und wenn man eahm do drauf kimmt, und seine Tatn fliegn auf, dann bietet er sein Rücktritt an - des nimmt er gern in Kauf.
Zum Wohle unsres Volkes - wos mit an Schwur begann, geht weida in an Aufsichtsrat, und fangt von vorne an.
Hinterziehung und Betrug, Meineid und Unterschleif - waar er ned immun, waar er für zehn Johr Zuchthaus reif.
Und i steh do und staun - des konn doch gor ned sei. Warum sperrn die den Bazi ned endlich amoi ei?
Do brauchts ihr eich ned wundern, wenn i amoi ausrast. i soach eahm an sei Denkmoi, und geh dafür in Knast.
November 2003
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A so a Montag.....
Da Wecker hod plerrt, vui z’friah in da Nacht, a Splitter trifft mi hart, wia mei Faust aufi kracht,
es is scho a Folter - der Krach, den der macht. A so a Montag, der so dreckad mia ins Gsicht eini lacht.
I schaff’s ned glei ausm Bett, und auf oamoi pressiert’s, wenn wundert’s, wennst glei deine Nervn verlierst.
Drauss is sakrisch koid, du bist no miad und du frierst, und du host heit koan Bock, doch koa Sau interessiert’s.
Nei in d’Arbeit, oa Blick, und da Dog kotzt mi o, klar is da Chef - schlecht gelaunt - aa scho do.
Und wen wundert’s, da PC springt nur zähflüssig o. Und glei woaß i genau, dass aus dem Dog nix werdn ko.
Doch der dauert no lang, irgendwia muaß des werdn. I quäl mi dahi, red mia ei - i daad’s gern.
Mia fliagn Fehler um d’Ohrn, die mia selber ned ghörn, sogar am Scheisshaus beim Sch.....lafa miassn’s mi heit grod störn.
Endlich is da Job aus, i wui jetzt bloß no hoam, do hör i, die U-Bahn konn wieder ned gscheid fahrn.
I steig um auf die Tram, grammelt voi, echt koa Schmarrn. So a Montag, so a Scheiss, und du woaßt, wos i moan.
Dezember 2003
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Zwoatausendvier steht vor der Tür, und i woaß gor ned recht, ob i es eini lassn wui,
Wos bringt des Johr, wird’s wunderbar? Ich hob do gar koa bsonders guades Gfui.
Nana, politisch hob i gor koane Bedenken, do wird’s ned besser, doch langsam wird mans gwohnt,
es is scho klar, dass Deitschland no ned guad geht, und dass sich’s Arbeitn aa weiterhin ned lohnt,
und weltpolitisch hob i genauso wenig Hoffnung, san vui zvui Cowboys und Schläger unterwegs,
doch oans passiert 2004, und i woaß scho heid, des geht mir tierisch aufn Keks.
Unsere Buam spuin Fuaßboi, Europameisterschaft, und i sog eich, es wird ned lustig für uns, so wia die lafft,
unsere Buam san zwar so guad wia niemois zuvor, aber nur in da Werbung und nimmer vorm Tor.
Do brauchats hoid an Trainer, der die peitscht und ned liebkost, diese Schnösl funktioniern nur, wennst eahna richtig
deftig drohst. "Wenn ihr ned ois gebts – von dem bissel wos ihr könnts", so daad I sogn, "dann spuin mia gegn Damenmannschaft, des habts von vornherein verlorn."
Und wenn die dann in d'Hosn machen, so richtig volles Haus, dann handel i an Werbevertrag mit Pamperswindeln aus. "Und
hamm die Jungs die Hosn voll, dann spieln halt die Weiber toll." So geht des, wenn’s europameisterlich koa Reinfall werden soll.
Heit sans schöner, unsere Jungs, werbetauglich einfach guad, ohne Pflaster, ohne Kratzer, ohne ekelhaftes Bluad,
dafür hamms aus unserm Fuaßboi aa furchtbars Stehballett gemacht, koana grätscht mehr, koana dribbelt, dass fast scho Österreich uns belacht.
Aber olle andern san ned besser, so san mia Vizechampion wordn, stellt eich vor, so a Wunder, hamm gegn Korea ned verlorn,
ned gegn d'Amis, gegn d'Saudis - wia a Weltmacht hamms do gspuit, leider hod ma sich in Deitschland aa ois Vizechampion gfuit.
Januar 2004
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I soll wieder granteln, der Monat is z’End, i sitz am Computer mit schwitzende Händ’,
wos hod mi bloß g’ärgert, mir foit heit nix ei. Koa Grantln, koa Schimpfa – des konn doch ned sei!
Ja guad, Politik, do laufts oiwei verkehrt, doch die Deppn, die san doch die Spucke ned wert,
so bleed wenn i waar, i daad mi eisperrn im Klo, doch die Gscheiderl do obn, die grinsen aa no.
Aber sonst? Wos zum Grantl, wos mi wirklich berührt? Es ärgert mi ned moi, wenn Bayern verliert.
Ja, i steh ned am Plotz, aber die solln sich schamma, i loan mit hoit zruck und druck Haching die Damma.
Ned amoi unser Bohlen, dieser brochene Zipfe, bringt mi auf die Palme und mei Grantl zum Gipfe.
I konn ned grantln, ned schimpfn, i spür überhaupt koa Wuat, nach dem Küblböck sein Kakerlakenwalzer geht’s mir so saumäßig guad.
Februar 2004
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Am End is eh ois vorbei
Hey, des basst scho! Leb dei Lebn wia’s dir gfoit, hey, des basst scho, heut bist jung und morgn bist oid.
Hey, des basst scho, mach dir ned so vui Sorgn; hey, des basst scho, heut is heut und morgn is morgn.
Sitz ned rum und wart drauf, dass dei Telefon leit, sitz ned rum und hoff auf a bessere Zeit,
Du kannst nix gwinna, wenn di scho dei Lebn ned gfreit, dua dir ned selber leid.
Hey, des basst scho, wennst an Menschn kennst, der hinter dir steht,
hey, des basst scho, wenn jemand zuahört, wenns dir dreckad geht; hey des basst scho, da Mond frogt aa ned, warum er sich dreht; hey, des basst scho, für a Veränderung is niemois zu spät.
Wer ned bettelt, braucht hernoch aa ned Dankschee sogn, wer woaß, wos er wui, muaß ned lang um Erlaubnis frogn,
wer hod denn gsogt, für a glücklichs Lebn muaß man sich plogn? Dua bloß ned die Zeit tot schlogn!
Hey, des basst scho, dei Lebn is a Gschenk, nur für di!
Hey, des basst scho, saufs ned tot und machs ned hi! Hey, des basst scho, mach Kinder und zoag eahna d’Welt! Hey, des basst scho, verscherbl dei Lebn ned für Geld!
Hey, des basst scho, sei nett zu der Welt und dein Lebn! Hey, des basst scho, sei gerecht mitm Nehmen und Gebn! Hey, des basst scho, wennst am End sogst, es war so okay!
Hey, des basst scho - ganz am End muaßt hoid zufriedn geh!
März 2004
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O Mann, liaber Gott
Und wieder spritzt Bluad, Menschn schrein und verreckn, und wieder die Wuad auf die, die sich versteckn,
und wieder dean’s so, ois daad Gott des so woin - i kenn Allah ned - aber des konn eahm ned gfoin!!
Und wieder frog i noch dem Sinn von dem Scheiß, und wieder woaß i, dass i echt gar nix weiss,
und sollt des an Sinn hamm, dann wui i den ned wissn, weil i hob an Glaubn und aa a Gewissn!
Und kommt’s jetzt ned her und schmeisst’s auf d’Moslems mit Stoa,
der ganz selbe Wahnsinn kommt in Nordirland aa vor! Dort sprengen Christn die Kinder von Christn in d’Luft, und do is ned da Bin Laden da böse, schwarze Schuft!
Eier Glaube is fanatisch, und Gott schamt sich für eich, ihr machts verschiedne Götter, doch Er macht uns olle gleich. Wenn ihr bloß amoi oan Moment von da Ewigkeit verstehts,
dann kapiert’s sogar ihr, dass es so ned weiter geht!
Und i seh, wia ihr nickts und mir Recht gebt’s für heit; und i seh, wia ihr eich wegdrahts, wenn morgn a Kind
nebn eich schreit; und i seh, wia ihr in d’Kirch kriachts am Sonntag in da Friah; und i seh eiern Rassismus noch dem sechsten Bier.
O Mann, liaba Gott, deine Kinder - sie hamm gar nix kapiert, und do
wunderts mi echt, wenn i mein Glaubn ned verlier. Du gabst eahna d’Freiheit, und wos macha sie draus? O Mann, liaba Gott - i versteh, wenn’s dir graust.
April 2004
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Da Schrödter, der sogt, mia brauchn mehr Geld, weil ohne Konsum unsrer Wirtschaft wos fehlt.
Jetzt hod er’s kapiert, dass die Wirtschaft bloß lafft, wenn jeder von uns des Graffl aa kafft.
Und i gfrei mi - i siehg scho den Geldberg vor mia, i sog: “Dankschee, Schrödter!” und i hoi mia a Bier.
A neues Auto, a Gwand und a Schuahschrank muaß her, da Schrödter macht mit Schuidn mein Geldbeutel schwer.
Manchmoi brauchn’s hoit länger, doch jetzt hamm sie’s kapiert,
mehr Geld für die Menschn, damit man d’Wahl ned verliert, und i grins no und gfrei mi, siehg d’Zukunft rosarot, bis da Clement im Fernsehn mei Hoffnung bedroht.
“Die Deutschn san zu geizig, die sparn mia vuizvui, drum werd i des Sparen versteuern, so gfoit mia des Spui.
Dene werdn ma’s verderbn, dem geizigen Gschwerl.” Ja, so tönt er, der Kasperl, der depperte Kerl.
A Partei wia a Eintopf: tausend Meinungen drin. A jeder derf redn, ohne Plan, ohne Sinn.
Die machn an Schmarrn, dass mi gruselt und friert. Do wär’s mia ja lieber, da Bohlen regiert.
Mai 2004
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Gib du mir an Sommer, dann gib i dir an Grantler!
Juni 2004
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Juli 2004
I werd jetzt bloß no quartalsweise granteln - des is a Folge der Gesundheitsreform.
Falls i überhaupt no Zeit find; mia derfa ja jetzt dann 45 oder 50 Stund in da Woch arbeitn, aber dafür gibt’s ja aa
a Woch weniger Urlaub. Bei rund 35 Millionen Berufstätige san des im Johr knapp 13 Millarden (13.000.000.000!!!) Stunden mehr Arbeit. Und dadurch entstehen dann ca. 100.000 neue Arbeitsplätze -
sogn die Politiker.
Liebe Politker, seid’s mir an dera Stell ned bös, wenn ich eich jetzt an Haufn Edelklasse-Trottel nenn....
Vielleicht wär echt a neier Kanzler ned schlecht. Zum Beischpui da Lothar Matthäus. Der könnt dem Land aa nimmer
mehr schadn, aber er daad da Nationalmannschaft nutzen - wenn er sie in Ruah lassn daad.
Aber wia in da Werbung, wo man immer sehr auf die Corporate Identity achtet, also dass vom Firmenlogo übers
Briefpapier bis zum Fuhrpark ois zammpasst, so passt aa in Deutschland ois hervorragend zamm:
die Politik, da Fuaßboi und des Wetter.
Bloß da Schumi Michi danzt do aus der Reih - aber der is ja gottseidank scho a Italiener.
Juli 2004
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Neilich... woid i aa amoi wieder a Geld ausgebn.
Man muaß ja die Binnenwirtschaft okurbln, sonst werd des nie mehr wos mit dem Land. Hamm sich ja scho so fest gärgert, unsere
Politiker, dass die Deitschn einfach des Raucha aufghört hamm, bloß weil’s aa bisserl deier wordn is, und jetzt fehln dene arma Regentn scho wieder a poor Millionen, die sie ja ned nur fest eiplant hattn, sondern aa
scho wieder ausgebn hamm.
I hob glei s’Raucha wieder ogfanga - ned dass die sich bei der nächstn Wahl a neues Volk wähln - und mia nausgschmissn werdn -
undankbar wia ma san.
Aiso denk i mia: gehst in d’Stodt und kaufst dir - entgegn dein sonstigen Geschmack - amoi wos ganz flaches. An Flachbildschirm.
I schlender in so an Elektronikpalast und werd magisch ozogn von einer Riesenwand aus lauter Flachbildschirmen, bestimmt 200 Haut an
Haut, und auf jedem räkelt sich a blonder, hoibnackter Hos. Do konnst nimmer wegschaun - bei so vui Technik!
Dann brauch i a Beratung und stell mi mit hilfesuchendem Blick direkt neben drei Verkäufer. Die lassn sich von mia überhaupt ned
störn und ratschn über Fuaßboi und Weiber.
Noch na viertel Stund sog “Entschuldigung”, und frog mi im selben Augenblick, warum i mi entschuldige, wenn i so an Angestellten zum
Arbeiten auffordern möcht. Schließlich is sei Gehalt in den Preis neikalkuliert, denn i hernoch zoihn derf.
Barmherzig schaut mi oana noch zwoa Minutn o, und i fühl mi plötzlich wia im Beichtstuhl.
“Sie,” sog i, “i möcht an Flachbildschirm kaffa, und jetzt woaß i ned, wos da Unterschied zwischen dem für 300 und dem für 800 Euro
is.”
“Ja, schaun’S hoid hi!” knurrt da Verkäufer.
Und i schau.
“Sehng’S?”, frogt er.
“Na”, sog i.
“Sehng’S!” sogt er.
Und dann hob i mia hoid den für 300 kafft.
Mei, is der guad ganga. So a scharfes Buidl, und die Farbn... I hob echt mei Freid ghabt - vierzehn Dog lang. Dann war er hi. I hob
no versuacht, wos einzustelln, aber der hod nimmer zuckt.
Wia i den Monitor zruck bring und frog, wos des soi, sogt der Verkäufer: “Ja mei, wos erwarten Sie denn von an 300 Euro-Bildschirm.
Und Garantie hamm’S aa koane mehr drauf, weil Sie ja scho die ganzn Knöpf verstellt hamm.”
Jetzt sitz i wieder vor mein vollbusigen Monitor und schreib mein Grantler. Hob scho immer gwusst, das flache Sachen nix daugn.
Oktober 2004
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Ihr Kinderlein kommet
Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all. Es wird nicht verhütet, auf gar keinen Fall. Und wenn ihr verhungert, dann muss es geschehen.
Werdet erstmal geboren, dann werden wir sehen.
Ihr Kinderlein kommet, o kommet hierher. Es gibt nichts zu essen, doch wir lieben euch sehr.
Ist doch besser verhungert als im Gummi erstickt. Wir verbieten Condome – das ist euer Glück.
Nach längstens drei Jahren holt Gott euch zu sich. Er macht euch zu Engeln – sagt: Lohnt sich das nicht?
Und fragt ihr ihn dann: Herr, sagt, muss das so sein? Klar, ein Sperma mit Flügeln ist noch lang kein Engelein.
O Tannenbaum
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Träume. In einer Welt, wo alles fällt, da bleibst du stehen, du Superheld.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Träume.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Jugend. Du glitzerst wie ne Disco-Queen, in vierzehn Tagen bist du hin.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Jugend.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Triebe. Du bist so lang, du bist so hart, und lustschmerzvoll, da stichst du zart.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Triebe.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsres Lebens. Du wirst geschmückt, herausgeputzt, und fühlst dich bald schon ausgenutzt.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsres Lebens.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsres Glaubens. Heut feierst du mit einem Christ, sonst wirst du von ihm angepisst.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsres Glaubens.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Lügen. Wir loben deiner Blätter Grün, wissend, dass es doch Nadeln sind.
O Tannenbaum, o Tannenbaum, du Sinnbild unsrer Lügen.
O du fröhliche
O du friedliche, o du liebliche, süßlich-herzhafte Weihnachtszeit. Nie wird mehr gelogen, nie wird mehr betrogen.
Leugne nicht, leugne nicht, du Christenheit.
O du meuchlerische, o du heuchlerische, schadenbringende Weihnachtszeit. Stress schlägt auf den Magen, doch du willst nicht klagen,
heule nicht, heule nicht, du Christenheit.
O du mitleidvolle, o du spendentolle, schleimig-schmierige Weihnachtszeit. Du schlägst deine Kinder, wirst für Elend blinder.
Leugne nicht, leugne nicht, du Christenheit.
O du lächerliche, du verbrecherische gnadenlose Weihnachtszeit. Seelen einsam leiden, Selbstmordraten steigen,
siehst du es nicht, siehst du’s nicht, du Christenheit.
O du maskenhafte., o du lasterhafte, gut getarnte Weihnachtszeit. Hinter Glanz und Glimmer wird es jährlich schlimmer.
Leugne nicht, leugne nicht, du Christenheit.
O du fröhliche, o du selige, umsatzbringende Weihnachtszeit. Geldgeile Triebe zum Festival der Liebe.
Schäme dich, schäme dich, du Christenheit.
Dezember 2004
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Wia sogt unser EDV in da Firma immer?
Wir können nicht hundertprozentig ausschließen, dass es funktioniert.
Und Recht hamm’s!
Aber des macht jetzt aa scho nix mehr. Es is ja ois im Arsch! Der Winter schikaniert uns von seiner weiblichsten Seitn: erst
kummt er gor ned, dann a bisserl, dann denkst, des war’s - scho kummt er heftigst und hört glei nimmer auf, und dann wui er nomoi und nomoi kemma - und i hob scho lang koa Lust mehr!
Auf Fuaßboi hob i aa koa Lust mehr, ois Bestechung und Geschiebe. Und die letztn no ehrlichen Schiris san jetzt so nervös, weil’s
Angst hamm, man könnt eahna Schiebung unterschieben, dass bloß no Schmarrn pfeifn.
Unser heiliger Linksaussenfischer, da Joschka, hod jetzt aa a Affaire am Hois, bloß weil er a poor ukrainische Liebesdienerinnen a
Visa zuakumma lassn hod - wos eigentlich koan so richtig störn konn.
Ausser d’Angela Merkel hoid - weil sie jetzt no mehr Konkurrenz im ohnehin aussichtslosen Kampf um a bisserl horizontale Entspannung
hod.
Nix klappt in diesem neien Johr.... Jetzt geht sogar des depperte Tall Collect!!! Dabei hob i dem Thema 10 Minuten in mein
neien Programm gewidmet ghabt, und des konn i jetzt ois nei schreibn.
Und da Moosi is mir unterm Auswendiglerna wegstorbn. Und kaum war er tot, is es saukoid wordn in Minga. Der heizt jetzt bloß no des
Krematorium vom Ostfriedhof.
Vom Küblböck red aa koa Depp mehr - ausser eahm selba vielleicht.
Und sogar die deitsche Fuaßboi-Nationalmannschaft spuit auf oamoi wieder anständig Fuaßboi - bloß weil sie ghört hamm, dass i in
mein neien Programm a bisserl über sie lästern wollte. Bloß a bisserl, Buam, scheissts eich doch deswegn ned glei so in d’Hosn!!!!
Ja, wos is denn des für a Bananenrepublik wordn?
Die oanzige auf da ganzn Welt, die ned amoi eigene Bananen hod.
Do braucht sich fei hernoch koana beschwerdn, wenn mein neies Programm erst im Sommer fertig wird - des sog i eich glei!
Do werd i fei grantig!
Februar 2005
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Juni 2005
Brühe deutsches Vaterland -
so ähnlich hod die Sarah Connor bei der Eröffnung der Allianz-Arena gsunga, und des hätt die Nationalhymne sei solln.
So vui Intelligenz hätt i na Preiss-Blondine gor ned zuatraut.
Wenn die des jetzt scho gspannt, dass unser Vaterland bloß no a Brühe is - ja dann is aa scho wurscht, ob die
Merkel Kanzler werd oder da Schrödter da Brühwürfel bleibt.
Die CSU/CDU droht ja scho ganz unverblümt mit Besteuerung von Nachtzuschlägen, Ende der Pendlerpauschale und einem
richtigen Mehrwert-steuerorgasmus - man könnt grod moana, die wolln uns so richtig Angst macha, damit mia sie ja ned in die Regierungspflicht wählen.
Versteh i - bringt aa ned mehr Diäten - bloß mehr Gschiss!
Uns Bayern konn des scho zwoamoi wurscht sei, jetzt wo mia unsern neien Fußball-Olymp hamm und Papst san.
Habemus mi - mia hamm mi!
Gfreit’s Eich scho moi auf mei neues Programm - i gfrei mi aa scho auf Eich!
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September 2005
Hurra, Deitschland hod endlich gwählt - bloß wos eigentlich? Mia hamm die Regierung abgwählt, die Opposition glei mit,
und langsam schaut’s so aus ois ob mia des jetzt machen miassn wia da FC Bayern München... Mir kaffa uns im Ausland an Kanzler!
Guad wär oana, der zu da Jamaica-Koalition passad - aber da Chief Bob Marley is leider scho tot. Na ja, da Burning Spear war
scho über 70 Johr, guad drauf, und Zeit hätt er aa. Die miassn eahm hoit bloß erlaubn, dass er im Bundestag seine Joints raucha derf. Aber do hättn die Greana sicher nix dagegn, und die andern daad’s aa amoi ganz
guad, wenn’s ihr Bewusstsein erweitern daadn. Falls sie oans hamm...
Und wenn dann da Burning Spear Bundeskanzler is, und ganz Berlin im Marihuana-Smog dahingrinst, dann braucha mia natürlich a neue
Reggae-Nationalhymne. Die Angi singt: I shot the Schrödter, but I did not shoot the Joschka-Boy.
Und scho gehts ans dringend notwendige Regieren.
Da Westerwelle hod ja no am Wahlabend gsagt, wos eahm so sehr am Herzen liegt: “Mit uns wird es keine Ampeln geben!”
Genau, weg mit den Spaßbremsen im Straßenverkehr. Daad eh koana mehr a Ampel sehgn vor lauter Highheit. Außerdem woin’s
anscheinend ois obschaffa, wos rot is - ned nur die SPD. Da Stoiber wird Ost-Minister und bringt den Frustrierten immer frisches Gras - des hebt die Stimmung, und verwirklicht endlich die lang ersehnten blühenden
Landschaften. Echt! Ich hob scho ganz andere Sachn gsehn, wenn i .... mi mit jamaikanischen Koalitionen beschäftigt hob...
Die Landwirtschaft wird boomen, a hanftastischer Aufschwung, Coffeshops schiassn wia Pilze ausm Boden, und ganz Germany konn
endlich wieder breit grinsen. Die Miesepeterzeit, des deitsche Volksgejammer wird endlich Vergangenheit.
Da Joschka bleibt natürlich Aussenminister - mia braucha jetzt guade Connections! Koa Wunder, dass mia scho lang Soldaten in
Afghanistan stationiert hamm - so a schwarzer Afghane raucht sich hoid einfach gschmeidig.
Ja doch, es war a guade Wahl - endlich hamm’s begriffen, wos mia wirklich woilln.
Good Vibrations in Germany!
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A guads Nei’s no!
Eigentlich gaab’s ja nix zum Granteln. Wo i doch - DANK EICH - im November den Online-Comedy-Wettbewerb von Wellvital-Bayern
gwunna hob - und somit a CD-Produktion mit Promotion-Paket, Foto-Shooting etc...
Und wo i doch am 16.Januar mei erste CD aufnemma werd - sicherheitshoiber glei amoi a Best of....
Und wo i doch so ganz nebnbei grod mein 40. überlebt hob - und des sogar no schee fand....
Und wo doch des neie Programm endlich steht und die Terminplanungen scho laffa und i Eich olle boid wieder sehn werd....
Und wo doch mei Ehe no immer guad funktioniert - trotz mein’ Programm...
Und wo i doch beim neia Programm Eich mei Gitarr vorstelln derf - und des ned trotz meim kaputtn Daumen, sondern grod deswegn....
Ja, eigentlich gaab’s ja nix zum Granteln -
WENN’S BLOß NED SO SCHEISSKOID WAAR, DAUERND, UND DA SOMMER SO WEIT WEG, UND UNSER KANZLER IMMER NO A FRAU , UND I SO A
ANGEBORENE GRANTIGKEIT HÄTT!
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Sackl Zement - endlich Frühling, und es regnt!
Und schuid bin i selber.
Hob mir den ganzn Winter nix anders gwünscht ois dass es endlich s’Schneien aufhörn solln.
Jetzt hod’s aufghört.
Des is des, wenn’st deine Wünsche ned ganz exakt formulierst.
Wia der Mo, der sich gwünscht hod, sei Schniedl bis zum Bodn geht.
Die guade Fee hod eahm einfach seine Haxn wegzaubert!
Und jetzt hätt i wieder an Wunsch...
Bloß wia formuliert man den, dass nix schiaf geht?
I wünsch ma, dass mei neies Programm eich olle wahnsinnig guad gfoit und ihr endlich moi wieder zwoa Stund lang herzhaft lacha
könnt’s - ohne dabei a Länderspui oder die Merkel oschaun zu miassn.
Werd des wos?
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I sing ned gern übers Alpenglühn, und wia schee do obn die Edelweiss blühn. I sing vui liaba über depperte Preissn, die die
Bleamen aussi reissn.
I sing ned gern von da heilen Welt. I hoff bloß, dass no a Weile hält. Und drum sing i über Umweltschweine - d’Welt ghört uns ned alleine.
I sing ned gern von da U.S.A.,
von San Francisco und von LA. Dafür sing i über irre Fanatisten und genauso irren Büschen!
I sing gern Derf-ma-sowos-sogn-Songs,
ihr werd’s mi scho ned schlogn-Songs.
I woass ned, wenn konn i do frogn,
ob i aa sogn derf, wos i moan.....
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I hob koa Zeit zum Granteln!
Des is fei schlimm!
I hätt nämlich sogar an Grund, - nämlich z’weng Zeit -, aber i hob gor ned die Zeit, mi drüber zu beschweren. Do beisst sich die
Katz in Schwanz.
Daad i übrigend aa, wenn i bloß hi kammad.
Die Dog san vui z’kurz, und d’Nächte aa!
Und i frog mi, wos i eigentlich die ganze Zeit mach, dass i go koa Zeit mehr hob.
Ja, mei, älter werdn hoit, und arbeitn,!
Des Leben is einfach vui zu interessant für so an kurzn 24 Stundn-Dog. Wer hod si denn den Schmarrn bloß eifoin lassn.
Und dann steht ma unter Stress, weil ma sovui doa möcht, und zu nix kummt, und am End bist eigentlich scho reif für an
Herzinfarkt.
Gott sei Dank hob i zua Zeit ned amoi Zeit zum Sterbn.
Und draussn blost da angekündigte Orkan. Morgn foit deswegn sogar d’Schui aus! Bloß d’Arbeit, die foit ned aus.
Wurscht!
I gönn mir jetzt 10 Minutn Spaß. I geh jetzt naus in den Sturm. Und lass mia oan blosn. Mit 150 km/h.
Servus, bis dann, wenn i moi wieder Zeit hob
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